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Eyleen’s Unfall - Kampf mit Blacky –
Achtung auch lang |
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Sofort nachdem wir Blacky als 3. Katze abgeholt
haben, sind wir mit ihm zum Tierarzt gefahren, weil wir viele Wunde
entdeckt haben. Die Tipps haben wir natürlich befolgt, ein paar Tage
wegen leichten Ohrmilben von den beiden Katzen (Meilo & Eyleen)
zuhause getrennt zu halten. Doch leider passierte gleich in der 1.
Nacht am Montag, den 2. Mai 2005 um 23.15 Uhr was Schlimmes. Mein Freund
hat einen Moment nicht daran gedacht und die Tür geöffnet. Der Blacky flitzte so schnell wie er konnte raus, hat meine Kätzin
Eyleen gesehen, die an meiner Seite war. Die Beiden haben sich nur
zweimal ganz ruhig mit den Nasen beschnuppert. Eyleen drehte dann
langsam um und wollte weggehen. Blacky war überraschenderweise
sofort in Angriff und ging auf Eyleen zu. Wir haben alles Mögliche
versucht, die Beiden beim Kampf zu trennen. Es ging alles zu
schnell. Eyleen wurde schwer verletzt, ihr Oberbein war gebrochen.
Wir fuhren sofort mit Eyleen zum Notdienst-Tierarzt. Er gab ihr zwei
Spritzen. Dann war sie wieder bei mir zuhause. Sie war sehr tapfer,
hat sich früh zu mir ins Bett gelegt und wollte mit mir schmusen.
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Ich kann es selbst nicht glauben, was
passiert war. Alles war so schnell. Mein Freund und ich mussten
hilflos mit ansehen. Die Haare flogen so durch die Luft. Danach lag
Eyleen am Boden, sehr geschwächt und schrie sehr laut, ich dachte,
Eyleen stirbt. Blacky dagegen flüchtete schnell wie er konnte. Eyleen lag bewusstlos da und hat
ihre Kontrolle über Urinieren verloren. Als Eyleen wieder wach war,
humpelte sie in die Ecke zu ihrem Versteck. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ihr
Oberbein gebrochen ist. Eyleen war wirklich zierlich und wog nur 3 kg. Ich werde dieses Geschehen nie vergessen können. Einige
glaubten nicht, dass Eyleens Bein durch Blacky Prügel gebrochen
wurde, das ist doch wahr. Eyleen hat sich weder gegen Wände, Tische
noch sonst irgendetwas gestoßen.
Blacky ist freiwillig ins Gäste-WC
gerannt. MM hat die Tür schnell zugemacht, weil es nicht noch
schlimmer werden durfte, blieb er dort über Nacht mit Futter und Klo. Blacky verkroch sich ängstlich um die Ecke im Gäste-WC. Wir haben
aber nicht mit ihm geschimpft, ich tröstete Blacky auch. Blacky war
und ist so lieb zu uns, sehr verschmust. Vielleicht hatte er Angst, weil er gerade bei uns eingezogen ist und
unkastriert war?
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Eyleen wurde 1 ½ Tage später bei
meinem Stammtierarzt operiert. Der linke Oberarm war spiralig
gebrochen, nun bekam sie zwei Metalldrähte siehe Fotos. Eyleen
musste 2 Tage stationär beim Arzt bleiben. Die Operationskosten
belief auf 400 €.
Eyleen durfte vorerst nicht springen
und musste eingesperrt werden.
Am 06.05.05 (2 Tage nach der Operation)
habe ich einen Kaninchenkäfig für Eyleen gekauft. Ihr Bein wurde mit
der Zeit immer schiefer. Ich musste sie erneut zum Tierarzt fahren
und der Tierarzt behielt sie wegen weiterer Bruchgefahr 2 Wochen.
Sie war sehr ruhig und brav im kleinen Käfig. Als ich sie in die
Freigehege gesteckt habe, lief sie nur rum und war auch eine Weile
brav und froh, wieder daheim zu sein. Aber als Eyleen gemerkt hat,
dass sie eingesperrt ist, ergriff sie sofort den Fluch zum Sofa.
Oder konnte sie erahnen bzw. riechen, dass Blacky sich im
Atelierraum befand? Reagierte sie deswegen ängstlich? Eindeutig
ja...
Ich besuchte Eyleen 2 Wochen lang jeden
Tag außer sonntags und mittwochs (weil die Praxis nachmittags
geschlossen hatte) auf der Station beim Tierarzt. Sie sah so
mitleidenswürdig aus, ihr Bein war schief. Eyleen war aber glücklich
und schnurrte und schmuste sehr beharrlich mit mir.
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Mein Freund und ich wechselten uns das
Zimmer ab. Blacky war nur im großen Raum. Meilo hatte alle Räume,
nur zum großen Raum hatte er keinen Zugang. Blacky sollte nicht
dauernd eingesperrt werden, sondern durfte auch ab und zu mal
rumlaufen. Ich sperrte Meilo auch ab und zu ein.
Wir wollten eine Zusammenführung
zwischen Meilo und Blacky versuchen. Ich dachte, die beiden Kater
können selbst miteinander fertig werden, diesen Risiko werde ich
eingehen. Nur mit Eyleen war eine Zusammenführung unzumutbar. Wenn
meine Freunde bei mir auf Besuch waren, könnten sie nicht glauben,
wie niedlich und zierlich Eyleen war. Eins stand fest, sie wird nie
kämpfen können und stets in Angst zurückbleiben. Die Tierärztin
denkt nicht an ihr Verdienst, sie hat mir sogar verboten, eine
Zusammenführung zwischen Eyleen und Blacky zu versuchen. Natürlich
können die Katzen sich anfauchen, kratzen und versuchen, sich zu
bekämpfen. Aber Ihr hättet sehen müssen, was zwischen Eyleen und
Blacky vorgefallen war. Diesen Vorfall werde ich nie vergessen
können. Ich hätte eine Dauerverfilmung machen müssen, um glaubhaft
zu machen, dass es ein grauenvoller Kampf war.
Ich hatte einen großen Angst vor diesem
Moment. Meilo war wirklich ein lieber Kater. Noch was...
Als wir Blacky nach der Kastration und
Eyleen nach der großen Operation nach Hause abgeholt haben, wartete
Meilo an der Tür, so wie er das immer gemacht hat. Meilo hat Eyleen
sofort am Käfig beschnuppert und dann am Kopf und an der Nase
geleckt. Wirklich toll. Dann ist Meilo zu Blacky’s Käfig gegangen,
um ihn genauso zu beschnuppern. Dann aber streckte Blacky seine
Pfoten raus, und seine Krallen wurden sichtbar. Meilo zog sich lieb
zurück, zwar ein bisschen verwirrt über diesen Vorfall.
Und ich war so verdattert! Ich war
mal bei Blacky. Für Meilo stand alle Zimmer zur Verfügung bis auf unseren
Raum. Als mein Freund mir etwas geben wollte, war ich diesmal
einfach zu langsam und schwups, Blacky flüchtete beim Öffnen des Tür
ganz schnell hinaus. Meilo sah ihn kommen und griff ihn an. Blacky
lief zurück zum Atelierraum. Ich war sprachlos, dass Meilo sich
korrekt benommen hat. Sein Schwanz war aber aufgebauscht. Aus diesem
Grund hatte ich auch Angst, die beiden zusammenzuführen.
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Eyleens Bein war wieder gebrochen, noch
während ihrem 2-wöchigen Aufenthalt beim Tierarzt. Dieses Mal war es
ein komplizierter Bruch. Das heißt, die letzte Operation hat nicht
viel gebracht. Unser Tierarzt wusste auch nicht weiter, dabei war
Eyleen nur im kleinen Käfig. Eyleens Bein sollte noch einmal
operiert werden, dieses Mal müsste eine Platte auf den Knochen
geschraubt werden, eine Operation, die der Tierarzt nicht
durchführen kann, nur von einem Spezialisten – also in der
Tierklinik. Eine solche Operation kostet leider ca. 600 Euro.
Dann habe ich Eyleen vom Station beim Tierarzt abgeholt.
Am nächsten Tag
habe ich sie in die Tierklinik gebracht.
Dort bekam ich eine positive
Meldung: Eyleen braucht nicht mehr operiert zu werden, weil der
Knochenbruch schon mit viel Kallus geheilt war. Das Bein steht
korrekt. Es ist nur ein wenig kürzer. Das kann Eyleen gut
ausgleichen. Sie sollte für weiteren 3-4 Wochen möglichst nicht
springen. Das war aber auch schon alles.
Meine Mama wollte Eyleen pflegen, weil
ich arbeiten muss. Aber ich fühlte mich schlecht... Ich gab Eyleen
nicht zu meiner Mutter zur Pflege ab. Das nächste Problem war, ich
wollte für Blacky ein richtiges Zuhause anbieten bzw. vermitteln. Es
tat mir sehr weh, aber ich fand keine andere Möglichkeit. Ich liebte
Eyleen. Eyleen zuliebe habe ich Blacky 10 Tage nach seinem Einzug
bei uns bei meiner Mutter zur Pflege abgegeben. Aber meine Mama
wollte ursprünglich keine eigene Katze haben. Nun brauchte Eyleen
keine Angst mehr zu haben, findet also absolute Ruhe bei uns und
konnte sich langsam erholen.
Nun hatten wir uns eine Transportkiste
vom Tierheim ausgeliehen - mit 70 Euro Kaution. Leider ist sie nur
85cm x 60 cm groß und gerade nur für den Notfall zu gebrauchen.
Eyleen saß aber sehr brav im Kaninchen-Freigehege. Ich tat für
Eyleen alles, was in meiner Macht stand. Sie war glücklich und hat
sehr gut gefressen. Durch den Unfall hatte sie viel abgenommen. Um
die Sicherheit zu erhöhen, habe ich ihr die Holzbretter am Boden
zusammengebaut, damit sie nicht hinaus kriechen kann, und darüber
schwere Hefte zusammengebunden und auf der Freigehege befestigt. Das
sah zwar blöd aus, war aber sicherer. Und das klappte auch. Als ich
da war, hat sie sich mit Miau gemeldet und wollte raus. Sie durfte
aber nur ab und zu mal raus und erst recht nicht springen. Das hat
mir sehr weh getan. Sie hat sich 4 Wochen lang lieb geduldet. Mit
der Zeit durfte Eyleen immer mehr laufen, aber nur wenn ich da war.
Ich habe sie mit Argusaugen gefolgt, um einen eventuellen Sprung zu
vermeiden. Eyleen hatte insgesamt 6 Wochen Sprungverbot inkl. 2
Wochen Aufenthalt auf der Station.
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Nun habe ich mich entschlossen, keine
Zusammenführung mit den drei Katzen mehr zu machen. Ich hätte zwar
alles drangesetzt, damit die drei Katzen doch miteinander leben
können.
Nach 8 Wochen war Eyleen wieder ganz
gesund und läuft seitdem auch wieder ganz normal. Ihre sehr leichte
Behinderung merkt man fast überhaupt nicht. Ich bin froh, dass ich
für Eyleen alles getan habe.
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